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3 Gründe, warum die Public Cloud Energiekosten senkt

In der Herausforderung, Kosten für Strom einzusparen, kann die Umstellung der eigenen IT Infrastruktur auf die Public Cloud enorme Vorteile bringen. Um bis zu 80% können Unternehmen den Energieverbrauch für IT und Infrastruktur senken, wenn sie ihre Anwendungen in der Cloud betreiben statt in klassischen Rechenzentren. Das zeigt die Studie “Saving Energy in Europe by Using Amazon Web Services” von 451 ResearchExternal Link, in der 300 Unternehmen aus verschiedenen Branchen in Frankreich, Deutschland, Irland, Spanien und Schweden zu ihrer Energieeffizienz befragt wurden. In diesem Artikel erklären wir, warum die Cloud Anbieter Profis im Energiesparen sind und wie Sie davon profitieren können.

1. Auslastung der Rechenkapazitäten

Die durchschnittliche Serverauslastung in den Data Centern der von 451 Research befragten Unternehmen liegt bei etwas mehr als 15%. Die niedrige Auslastung bedeutet einen höheren Energieverbrauch pro Arbeitseinheit. Cloud Anbieter hingegen nutzen die Kapazität ihrer Server viel stärker aus und balancieren hier auf dem Sweet Spot zwischen Effizienz, geringen Kosten und Performance. Dank Virtualisierung sind die Anbieter flexibel und können auf einem Server mehrere verschiedene Anwendungen laufen lassen. Sie können ihre Ressourcen somit perfekt auf die Anwendungen und Prozesse verschiedener Kunden aufteilen. Für dieselbe Arbeit wird weniger Energie gebraucht und es müssen keine Rechenkapazitäten auf Reserve gehalten werden. Die Lastverteilung ermöglicht zudem, dass eher unwichtige Rechenprozesse nur dann laufen, wenn die Wichtigen gerade Pause haben oder nicht so viel Kapazität benötigen. Zudem können dieselben Kapazitäten am Morgen für andere Prozesse und Anwendungen genutzt werden, als am Abend. 541 Research erwartet, dass die Server der Cloud Anbieter in Zukunft eine Auslastung von über 80% haben werden. Dazu können auch modulare Softwarestrukturen wie Microservices und Serverless Computing beitragen.

2. Kühlsysteme und Gebäude

Kühlsysteme der Rechenzentren benötigen viel Strom. Das macht einen entscheidenden Teil der Energiekosten aus. Viele Unternehmen befürchten, bei höheren Temperaturen würde die Hardware beschädigt werden, weshalb sie stärker kühlen und entsprechend mehr Energie benötigen. Doch gerade das moderate europäische Klima begünstigt den Einsatz von energieeffizienten Kühlmethoden, die viele Rechenzentren aber noch nicht nutzen. Die Cloud Anbieter hingegen schon: Sie lassen größere Temperaturschwankungen zu und sparen somit enorme Mengen an Strom und Wasser. In Irland und Schweden kommen die AWS Rechenzentren sogar 95% des Jahres ohne Wasser zum Kühlen aus. Ein weiterer Punkt ist die Gestaltung der Gebäude, in denen die Server stehen. AWS und Co. haben diese ebenfalls nicht dem Zufall überlassen, sondern komplett auf Energieeffizienz ausgerichtet.

3. Eigens entwickelte Hardware

Zuletzt auch deshalb, weil die Cloud Anbieter fortlaufend in neue, effizientere Technologien investieren, liegt der Energieverbrauch weit unter dem von Unternehmen mit On-Premise-Umgebungen. AWS hat mit den Graviton Prozessoren sogar eigene Hardware entwickelt. Nicht nur sind sie dadurch weniger abhängig von anderen Herstellern, auch können sie ihre Hardware schneller an ihre Bedürfnisse anpassen.

Energie sparen mit der Cloud: Die wissen, was sie tun.

Es sind vor allem das Know-how und der maximale Fokus auf die eigene Energieeffizienz, die es den großen Public Cloud Anbietern ermöglicht, die Stromkosten ihrer Kunden vergleichsweise günstig zu halten.

Viele Unternehmen, die noch in kleineren Rechenzentren oder komplett in eigenen Räumlichkeiten hosten, teilen ihre IT Infrastruktur in verschiedene, voneinander getrennte Bereiche auf. Mögliche Versuche, die Energieeffizienz dieser Bereiche zu optimieren, funktionieren dann ggf. nur in einem dieser Bereiche und nicht übergreifend.

Fazit

Es liegt auf der Hand, dass Cloud Anbieter ihr Geld damit verdienen, IT Services bereitzustellen. Entsprechend ist ihnen viel daran gelegen, die eigenen Kosten möglichst klein zu halten und Prozesse deshalb möglichst gut aufeinander abzustimmen. Denn die Infrastruktur ist Kerngeschäft. Anders als bei Unternehmen, die Infrastruktur nur nutzen und nicht selbst verkaufen, hat die Effizienz der eigenen Infrastruktur bei den Cloud Anbietern allerhöchste Priorität. Entsprechend sind Initiativen zur Steigerung der Effizienz stets zielgerichtet und greifen auf allen Ebenen der Infrastruktur ineinander – ob Auslastung, Gebäudemanagement oder Hardwarebeschaffung.

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Unsere 7 Experten-Tipps rund um die Cloud Migration zeigen Ihnen, wie der Sprung in die Cloud gelingen kann.



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