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Fallstudie

Wie Breuninger mit Google Cloud datenbasierte Entscheidungen trifft

Einführung

Das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen Breuninger trifft unternehmensweit fundiertere Entscheidungen, indem es Google Cloud verwaltete Dienste nutzt, um seine komplexe IT-Landschaft zu vereinen und Daten aus einer Vielzahl von Quellen sinnvoll zu nutzen.

Über Breuninger

Das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen Breuninger External Linkwurde 1881 von Eduard Breuninger gegründet und zählt heute zu den führenden Multichannel-Department-Stores in Europa. Seit rund 140 Jahren setzt Breuninger mit einer exklusiven Auswahl an internationalen Designermarken und ausgesuchten Newcomer Brands hohe Maßstäbe in den Bereichen Fashion, Beauty und Lifestyle. Der im Jahr 2008 gestartete Online-Shop www.breuninger.com zählt zu den erfolgreichsten im Premiumsegment und ist auch in Österreich, der Schweiz und in Polen verfügbar. Neben Stilbewusstsein und Trendgespür steht Breuninger für eine ausgeprägte Kundenorientierung: Serviceangebote wie der Special Service, das hauseigene Maßatelier, Click&Collect und Online Reservierung, der Instore Bestellservice sowie der Shuttle Service sorgen stationär und online für ein einzigartiges Einkaufserlebnis. In Deutschland und Luxemburg gehören nunmehr 13 Häuser mit rund 6.500 Mitarbeitern zu Breuninger.

1881
Gründungsjahr
140+
Jahre Erfahrung
2008
Launch des Online-Stores
Die Herausforderung

Es gibt ein deutsches Sprichwort: „Handel ist Wandel“, sagt Matthias Krenzel, Head of Data Platform Services bei Breuninger, „und es stimmt: Das Kundenverhalten ändert sich ständig und wenn das Geschäftsmodell stagniert, überlebt man nicht.“ Die Antwort auf die Frage, wie das Unternehmen seinen Wettbewerbsvorteil aufrechterhalten kann, liegt für Matthias in der Nutzung von Daten als Mittel zur Förderung von Innovationen. „Wir wollen die Datenanalyse nutzen, um Marktveränderungen besser zu verstehen und fundiertere Entscheidungen zu treffen„, erklärt er.

Bevor Breuninger jedoch damit beginnen konnte, Datenerkenntnisse im gesamten Unternehmen anzuwenden, musste das Unternehmen seine verstreute IT-Landschaft zusammenführen.

„Das Unternehmen ist in viele Abteilungen unterteilt, jede mit ihrem eigenen Technologie-Stack, der sich auf ihre eigenen Anwendungsfälle konzentriert“, sagt Matthias. „Wir haben sowohl lokale Datenbanken als auch viele andere Systeme wie SAP, die alle verschiedene Arten von Daten für unterschiedliche Geschäftsbereiche sammeln. Um das Beste aus unseren Unternehmensdaten herauszuholen, mussten wir eine gemeinsame Basis für all diese Systeme finden.“ Auf der Suche nach einer Lösung, die in der Lage ist, die vielen verschiedenen Daten zu vereinen, wandte sich Breuninger an Google Cloud und die BU PCG X Google.”

Einer der Geschäftsbereiche, in denen Breuninger spannende Möglichkeiten mit Daten sieht, ist der Online-Shop unter www.breuninger.com, der allein 2018 beachtliche 30 % des Umsatzes brachte. „Der Online-Shop ist für uns Teil einer erfolgreichen Multichannel-Strategie geworden, bei der unsere Events und Incentives vor Ort die Kundinnen und Kunden auf die Website führen. Unsere Präsenz in der Online-Community hält zudem unsere Marke im Fokus„, erzählt Matthias. „Da wir ein bemerkenswertes Wachstum bei den Online-Verkäufen verzeichnen, macht es Sinn, unsere Bemühungen auf die Optimierung unserer Website zu konzentrieren. Ein wichtiger erster Schritt auf diesem Weg ist es, das Online-Kundenerlebnis weiter zu optimieren, indem wir unsere Daten auf den aktuellen Stand bringen.

Bei der Suche nach einem Cloud-Partner, der das Data Platform Services Team dabei unterstützt, das Beste aus seinen Daten herauszuholen, hatte Breuninger drei Prioritäten:

  • Die Zeit bis zu den Dateneinblicken sollte durch Analyselösungen verkürzt werden,
  • die verschiedenen Komponenten der komplexen IT-Landschaft sollten reibungslos zusammenspielen
  • und eine Speicherlösung sollte Flexibilität bieten, die es ermöglicht, je nach Bedarf weitere Datenquellen einzubeziehen.

Mit diesen Anforderungen im Hinterkopf entschied sich Breuninger für Google Cloud, um die vollständig verwalteten Analysedienste und die skalierbare serverlose Datenbanklösung zu nutzen. Außerdem wählte man mit der PCG einen erfahrenen Google Cloud Premier Partner, der bei der Umsetzung des Projekts unterstützen sollte.

„Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung“, sagt Matthias. „Google Cloud lässt sich nahtlos in alle unsere IT-Komponenten integrieren und hilft uns, unsere Daten zu vereinen und sinnvoll zu nutzen. Während unserer gesamten Reise haben wir hervorragende Unterstützung vom Google Cloud-Team erhalten.”



Die Lösung

Breuninger nutzt nun Cloud Storage, um die über die verschiedenen Systeme generierten Daten bereitzustellen, zu teilen und zu archivieren. Mit BigQuery startet der Einzelhändler die Datenanalyse, indem er Streaming-Daten in Echtzeit abfragt und so einen umfassenderen Einblick in verschiedene Bereiche des Unternehmens erhält. Um Daten aus verschiedenen Datenquellen zu extrahieren und diese dann zu transformieren sowie in BigQuery zu laden, verwendet Breuninger eine Reihe vollständig verwalteter Microservices, die von der Google Kubernetes Engine orchestriert werden.

Gleichzeitig speist Breuninger Unternehmensdaten aus Modulen seines SAP-Systems in BigQuery ein und integriert seine verschiedenen lokalen Datenbanken in die Google Cloud-Umgebung. Die Kundenkarte des Einzelhändlers ist ebenfalls ein SAP-Modul: Sie funktioniert über Qlik Replicate, das alle Kartentransaktionen in Echtzeit in BigQuery spiegelt. „Die Erstellung von Berichten auf Basis von BigQuery ist wesentlich schneller und kostengünstiger als die Erstellung von benutzerdefinierten Berichten in SAP“, erklärt Matthias und fügt hinzu: „Außerdem erhalten wir dadurch Kundeneinblicke in Echtzeit und das ist ein entscheidender Vorteil.“ Das Unternehmen hat außerdem damit begonnen, Cloud Composer zu testen, um seine gesamte Datenpipeline zu orchestrieren, die sich über Cloud- und On-Premises-Rechenzentren erstreckt.

„Fast 90 % unserer Geschäftsdaten sind jetzt in BigQuery geladen. Wahrscheinlich wird unser Migrationsprozess nie vollständig sein“, sagt Matthias. „Denn je mehr Daten wir analysieren, desto mehr Abteilungen haben Interesse.” So haben wir ständig neue Ideen für neue Anwendungen, die das Hinzufügen neuer Datenquellen zu BigQuery erfordern.“

Eine dieser neuen Anwendungen ist aus einem, wie Matthias es nennt, „zufälligen Anwendungsfall“ entstanden: Das Kundenbetreuungsteam von Breuninger wollte Kundinnen und Kunden helfen Artikel anzufordern, die online nicht vorrätig waren. Die Benachrichtigungsfunktion, wenn die gewünschten Artikel wieder verfügbar sind, begann sofort nach dem Start mit der Sammlung neuer Daten. Matthias’ Team verwandelt diese Daten dann mithilfe von BigQuery in Business Intelligence-Informationen. Der Einkauf von Breuninger nutzt diese neue Erkenntnisquelle nun, um ihre Prognosestrategie zu verfeinern.

„Früher konnten wir uns bei unseren Einkaufsprognosen nur auf die Verkaufszahlen stützen. Wenn etwas nicht vorrätig war, gingen Kundinnen und Kunden einfach, ohne dass wir wussten, wonach sie gesucht hatten. Jetzt können wir nicht nur Erkenntnisse aus dem Verkauf gewinnen, sondern auch aus dem Nichtverkauf“, erklärt Matthias. „Indem wir erfahren, welche Größen oder Farben eines Hemdes nachgefragt werden und nicht nur, welche verkauft werden, kann die Einkaufsabteilung bessere Prognosen erstellen und Produkte verteilen, um sicherzustellen, dass unsere Kundinnen und Kunden immer das finden, was sie suchen.“

Resultate und Vorteile

2019 erweiterte Breuninger die Reichweite seines Online-Shops von Deutschland und Österreich auf die Schweiz, im Oktober 2021 auf Polen. Um eine erfolgreiche Expansion außerhalb der Europäischen Union zu gewährleisten, muss der Einzelhändler seitdem auf neue Daten wie Wechselkurse zugreifen sowie neue Prozesse einrichten, um sicherzustellen, dass seine Produkte die Kunden auf der anderen Seite der Grenze durch einen lokalen Lieferpartner erreichen.

„Das sind neue Dinge, die wir verfolgen müssen“, sagt Matthias. „Um zu wissen, wann unsere Pakete unsere Kundinnen und Kunden erreichen, müssen wir Informationen unserer Lieferpartner:innen verfolgen. Zu unserem Glück verfügt Google Cloud über ein großartiges Gerüst, mit dem wir neue Datenquellen leicht erreichen und integrieren können.“

„Früher mussten wir für jede neue Anfrage einen neuen Code schreiben. Jetzt haben wir mit den konfigurierbaren Komponenten von Google Cloud und den verwalteten Diensten von Google Kubernetes Engine standardisierte Lösungen, mit denen wir die Daten, die wir für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb benötigen, viel schneller verfolgen können“, sagt Matthias.

Als zertifizierter Google Cloud Premier Partner unterstützte die BU PCG X GOOGLE den Einzelhändler nicht nur mit Beratung beim Aufsetzen der Cloud-Umgebung, sondern auch bei der Umsetzung mit verschiedenen Workshops zu den Google Cloud Dienst. Zudem steht die PCG als direkter Ansprechpartner zur Verfügung.



Über PCG

Die Public Cloud Group (PCG) unterstützt Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation durch den Einsatz von Public Cloud-Lösungen.

Mit einem Portfolio, das darauf ausgerichtet ist, Unternehmen aller Größe auf ihrer Cloud Journey zu begleiten, sowie der Kompetenz von zahlreichen zertifizierten Expert:innen, mit denen Kunden und Partner gerne zusammenarbeiten, positioniert sich PCG als verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner der Hyperscaler.

Als erfahrener Partner der drei relevanten Hyperscaler (Amazon Web Services (AWS), Google Cloud und Microsoft Cloud) hält PCG die höchsten Auszeichnungen der jeweiligen Anbieter und berät Sie als unsere Kunden in Ihrer Cloud Journey unabhängig.

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