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Frage einen Cloud Solutions Engineer - Ksenia

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In unserer Interviewreihe stellen wir spannende Cloud Jobs und die Personen dahinter vor. Ksenia hat den Quereinstieg in die Entwicklung gewagt, und hat für uns 9 Fragen über sich, ihren ungewöhnlichen Werdegang und ihren Arbeitsalltag beantwortet:

1. Was machst du in deinem Job bzw. wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

“Ich bin Teil des Development-Teams und entwickle sowohl für Kunden als auch für interne Zwecke Anwendungen und Automatisierungen. Dafür nutze ich überwiegend die Low Code-Plattform SimplifierExternal Link bzw. die No Code-Plattform AppSheet.External Link

Darüber hinaus schaue ich mir neue Technologien wie z. B. Google Glass an. Geplant ist, dass wir in Zukunft auch für Googles smarte Datenbrille Anwendungen entwickeln, allerdings stehen wir hier noch am Anfang.

In meinem sonstigen Arbeitsalltag schreibe ich zudem gelegentlich Blogposts und bilde mich natürlich stetig weiter, auch um verschiedene Zertifizierungen zu erreichen.”

Zum Verständnis: Im Zeitalter der Digitalisierung steigt der Bedarf an Apps, um Prozesse zu automatisieren. Allerdings kann oder will sich nicht jede Firma ein Entwicklungsteam leisten. Deshalb werden No Code- bzw. Low Code-Plattformen immer beliebter, denn damit lassen sich kleinere Anwendungen ohne großen Aufwand und von einer Fachabteilung selbst umsetzen. Wie der Name schon vermuten lässt, benötigt man bei einer No Code-Plattform keine Programmierkenntnisse und bei Low Code lediglich ein grundlegendes Code-Verständnis.

2. Was bedeutet für dich Cloud?

“Cloud bedeutet für mich geräts- und ortsunabhängiges Arbeiten. Kurz zusammengefasst ermöglicht sie mir Flexibilität.”

3. Was war dein spannendstes Projekt?

“Ich habe bereits an vielen spannenden Projekten gearbeitet. Eines der wohl prägendsten war die Realisierung einer internen Mitarbeiterentwicklungs-App mit AppSheet. Es war mein erstes Projekt mit dieser Plattform und daher hatte ich eine extrem steile Lernkurve.

Bei der App wird der Mitarbeiter durch ein Frageformular geleitet. Schließt er dieses ab, erfolgt unter anderem automatisch eine Mitteilung an die Teamleitung. Die entsprechende Person kann nun Kommentare hinzufügen.”

4. Was findest du besonders toll an deinem Job?

“Mir gefällt besonders die Abwechslung. Ich liebe es, an verschiedenen Projekten zu arbeiten und neue Plattformen kennenzulernen – aber wie erwähnt auch mal einen Blogpost zu schreiben. Ich finde zudem, dass Entwickeln eine tolle Mischung aus Kreativität (Frontend) und Logik (Backend) bereithält. Der beste Moment in jedem Projekt ist natürlich immer, wenn die App am Ende funktioniert – das ist wirklich ein Glücksmoment.”

5. Was sind deine größten Herausforderungen?

“Eine der Herausforderungen in der Entwicklung ist es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Zudem muss bei der Kommunikation mit Kunden immer das Verständnis für deren Bedürfnisse und Anforderungen vorhanden sein, um auch das gewünschte Ergebnis zu liefern.

Von großer Bedeutung ist auch ein gutes Zeitmanagement. Häufig hat man mehrere Projekte parallel und es ist eine Herausforderung, zwischen diesen zu switchen. Es dauert immer etwas, bis man sich in ein anderes Projekt richtig hinein gedacht hat.

Gerade am Anfang ist es darüber hinaus schwierig einzuordnen, wie viel Zeit man für die Entwicklung einer bestimmten App benötigt. Es können immer wieder Hindernisse auftauchen, mit denen man vorher nicht rechnet bzw. die mehr Zeit brauchen als erwartet.

Als Quereinsteigerin ist es für mich persönlich nicht zuletzt eine Herausforderung, technische Schlagworte immer richtig zuzuordnen. Da fehlt mir manchmal der technische Hintergrund, allerdings lernt man natürlich mit der Zeit immer dazu.”

6. Warum arbeitest du bei der PCG?

“Eines der wichtigsten Kriterien ist für mich das Team. Bei mir hat Teamarbeit einen hohen Stellenwert und dementsprechend ist es ein gutes Arbeitsklima essenziell. Das bietet Cloudwürdig definitiv. Außerdem finde ich die flachen Hierarchien super. Wir sind alle per Du, man muss keine Umwege gehen und kann jeden direkt ansprechen. Es gibt einfach sehr kurze Kommunikationswege.

Ansonsten sind für mich persönlich die Standorte Berlin und Magstadt bei Stuttgart sehr praktisch. Berlin ist meine Wahlheimat und wenn ich zu Besuch bei der Familie bin, kann ich auch mal im Büro in Magstadt arbeiten. Viele arbeiten aber auch im Homeoffice.”

7. Wie bist Du Cloud Solutions Engineer geworden?

“Ich bin Quereinsteigerin, sprich, ich habe keine technische Ausbildung oder Studium absolviert. Nach meinem Schulabschluss habe ich zunächst einen Bachelor in International Business mit Schwerpunkt Osteuropa abgeschlossen und dann mehr als zwei Jahre bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet.

Irgendwann wollte ich etwas anderes machen und daraufhin habe ich ein knapp 3-monatiges Bootcamp, das heißt ein intensives Lernprogramm absolviert. Bei diesem habe ich in kurzer Zeit die wichtigsten Grundlagen der Programmiersprache JavaScript gelernt. Das Ganze hat das Prinzip des Learnings in the Job verfolgt, das heißt man lernt die wichtigsten Grundlagen und wendet diese dann schnellstmöglich in der Praxis an. Dadurch kann man den Erfahrungshorizont und das Know How im Job vertiefen.

Warum ich mich dafür entschieden habe? Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, Entwicklerin zu werden, da es auch einige in meinem Umfeld gab. Ich war immer fasziniert, wenn sie von ihrer Arbeit erzählt haben. Irgendwann habe ich zufällig ein Angebot bekommen, mich auf das Stipendium “Women in Tech” zu bewerben. Das habe ich daraufhin getan.

Für die Bewerbung auf das Stipendium habe ich schließlich zum ersten Mal etwas programmiert. Ich weiß noch, dass ich einen Test absolvieren musste und eine Aufgabe mich nachts nicht schlafen ließ. Nachdem ich die ganze Nacht über die Lösung nachgedacht hatte, habe ich sie am nächsten Morgen aufgeschrieben und sie hat funktioniert. Das war wirklich ein tolles Gefühl und ich dachte mir “das möchte ich unbedingt zum Beruf machen.”

8. Was muss jemand für deinen Job mitbringen?

“Ich denke eine gewisse Stressresistenz bzw. Ausdauer ist wichtig, insbesondere bei auftretenden Bugs. Man sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn die Lösungsfindung mal etwas länger dauert oder der Code nicht auf Anhieb so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Zudem sollte eine gewisse Lust an täglichen Knobelaufgaben vorhanden sein.

Aber in diese Richtung entwickelt man sich wahrscheinlich sowieso. Ich mag auch den Effekt, den das Programmieren auf mich hatte. Ich habe das Gefühl, seitdem ich Entwicklerin bin, bin ich lösungsorientierter und trete ruhiger an Probleme heran als vorher.”

9. Was machst du gerne in deiner Freizeit?

“Ich lerne gerne dazu und probiere verschiedene Sachen aus. Ob ich eine neue Sportart erlerne, ein unbekanntes Restaurant besuche oder andere Länder bereise – ich mache einfach gerne neue Erfahrungen und schaue hinter verschiedene Kulissen. So lernt man viele interessante Persönlichkeiten kennen. Zum Beispiel war ich schon bei einigen Sportveranstaltungen ehrenamtlich tätig. Das hat mich unter anderem 2014 zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi in Russland geführt.”

Danke Ksenia, für deine Zeit und das spannende Gespräch!

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