Vom Datenzentrum zur Cloud
Für den Betrieb Ihrer Microsoft Workloads stehen Ihnen eine Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung: von den eigenen Servern in Ihrem Unternehmen, über gemietete Ressourcen innerhalb eines externen Rechenzentrums bis hin zur Public Cloud, bei welchen Sie sich die benötigten Cloud Ressourcen mit anderen Unternehmen teilen.
Jedes Modell hält Vorteile bereit. Doch was eignet sich am besten für Ihre Microsoft Workloads? Wir zeigen Ihnen Mehrwerte und führen Sie ein in die unterschiedlichen Betriebsmodelle für Workloads ein, damit Sie selbstständig entscheiden können, was am besten zu Ihnen passt – On-Premise oder Cloud!
Back to the roots: Das versteht man unter (Microsoft) Workloads
Bevor wir in die verschiedenen Betriebs-Modelle für Ihre (Microsoft) Workloads eintauchen, gilt es die Grundlagen aufzufrischen. Was genau versteht man unter einem (Microsoft) Workload?
Workloads stellen grundsätzlich im Cloud Computing Bereich eine Sammlung von IT-Ressourcen dar, die Server, VMs, Anwendungen und Daten umfassen. Damit unterstützen sie einen festgelegten Prozess oder eine Anwendung. Man schnürt sich praktisch gesehen ein Päckchen mit notwendigen Ressourcen, die die Ausführung eines Prozesses unterstützen. Dabei kann ein Workload auch bei mehreren Prozessen eingesetzt werden.
In den Microsoft-Kontext übertragen bedeutet ein Workload demnach eine Sammlung von Microsoft-spezifischen IT-Ressourcen wie Windows- oder Microsoft SQL-Server oder Anwendungen.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Workload-Arten und deren Aufbau sowie Verwendung finden Sie in unserem Artikel “Microsoft Workloads in der Public Cloud”.
Die Reise Ihrer Workloads beginnt: vom Rechenzentrum in die Public Cloud
Die Public Cloud und die drei großen Hyperscaler Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform sind heute fester Bestandteil des IT-Alltag, und damit fast so selbstverständlich wie der Umgang mit Windows-Programmen. IT-Services lassen sich damit auf völlig neue Weise virtuell bereitstellen. Um die Public Cloud erfolgreich nutzen zu können und über diese (Microsoft) Workloads zu betreiben, bedarf es jedoch einer vernünftigen Vorbereitung sowie Migrationsplanung.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Workloads von einem Rechenzentrum in die Public Cloud Ihrer Wahl migriert werden können:Public Cloud Dienstleister wie die Innovations ON setzen Ihre Cloud Umgebung entweder neu auf oder transferieren Teilbereiche Ihrer existierenden Infrastruktur an einen neuen Standort zu einem Cloud-Anbieter Ihrer Wahl.
Public Cloud-Computing stellt Ihnen grundlegend IT-Ressourcen und Services zur Verfügung, die von der darunter liegenden Infrastruktur losgelöst sind. Diese werden durch ihre Skalierbarkeit, Transparenz und Leistungsfähigkeit ausgezeichnet. Bei einer Public Cloud-Lösung geht es nicht mehr um den eigenen Server, die Server-Konfiguration vor Ort in Ihrem Unternehmen oder dieselbe in einem externen gemieteten Rechenzentrum als Outsourcing-Modell, sondern um eine mit vielen Nutzern geteilte, hochgradig abgesicherte und vor allem virtuelle Umgebung.
Die drei großen Hyperscaler verfügen über zahlreiche Standorte für ihre Rechenzentren, die dabei über den gesamten Globus verteilt sind. Amazon Web Services beispielsweise verfügt über 24 weltweite Standorte, sogenannte Regionen, die wiederum in Summe über 70 Availability Zones beheimaten.
Die Public Cloud ist so konfiguriert, damit sich diese, und damit auch Ihre (Microsoft) Workloads kinderleicht über mehrere Standorte, Länder und Kontinente aufsetzen lässt. Das bedeutet für Sie, maximale Sicherheit für das Hosting Ihrer Workloads.
Sobald Sie sich entschieden haben, welche Workloads zukünftig in einer Cloud betrieben werden sollen, müssen die Verantwortlichkeiten festlegen, wie diese zu migrieren sind. Fakt ist, dass die Anwendungen und Daten, die in den jeweiligen Workloads zusammengefasst sind, zunächst auf den Server des Cloud-Anbieters gelangen müssen.
Um den praktischen Schritt in die Public Cloud zu realisieren, muss der Betreiber des Rechenzentrums daher größere Datenmengen der Workloads in einem sicheren Prozess und für Nutzer möglichst störungsfrei von dem physischen Standort in die Public Cloud der Wahl transferieren. Sollen dabei neue Workloads aufgebaut werden, generiert man diese direkt in der Cloud.
Diese Vorteile sprechen für die Public Cloud
Neben den bereits angesprochenen Regionen, die Ihnen die freie Auswahl bieten, wo Ihre Cloud-Umgebung und damit Ihre Workloads gehostet werden, hält die Public Cloud unabhängig vom Anbieter weitere Vorteile bereit.
Eine Migration der Workloads in der AWS Cloud verursachen in den meisten Fällen niedrigere Gesamtbetriebskosten, durch den günstigeren Betrieb der Workloads. Die gebuchten Services in der Cloud lassen sich prinzipiell durch das Pay-Per-Use Prinzip abrechnen, welches die Kostentransparenz nochmals erhöht.
Zudem stellen die großen Hyperscaler eine Reihe an einsatzbereiten Services zur Verfügung. Amazon Web Services beispielsweise weist im Bereich Sicherheit, Compliance und Governance mehr als 230 AWS Services auf.
Wichtig zu beachten, wenn es um den Betrieb von Workloads in der Public Cloud geht ist, dass diese nicht zwangsweise in der Microsoft Azure Cloud betrieben werden müssen. Weitere Hyperscaler wie AWS halten spezielle Vorteile, die für einen Wechsel sprechen, für Sie bereit. Es gibt in dieser Hinsicht auch keinen Workload, der nicht in der AWS Cloud betrieben werden kann. Außerdem investiert Amazon Web Services seit mehr als 12 Jahre in die Entwicklung von Migrationsstrategien von Workloads in die eigene Public Cloud.
Rechenzentrum vs. Cloud - das sind die Entscheidungsfaktoren bei Workloads
Das Rechenzentrum, unabhängig ob in eigener Verwaltung oder bei einem externen Partner gemietet, und die Public Cloud trennen einige Unterschiede. Diese gilt es bei der Betrachtung für den idealen Betrieb Ihrer Workloads zu beachten. In nebenstehender Tabelle sind die Punkte, die es zu betrachten gilt, aufgelistet. Zusätzlich werden diese im folgenden Abschnitt noch ausführlich beschrieben.
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Verwaltung der Workloads
Für die Verwaltung der Cloud-Infrastruktur benötigen Sie entweder spezialisiertes Personal oder einen Public Cloud Partner, der sich ebenfalls um Ihre Workloads kümmert. Das eigene Rechenzentrum im Vergleich ist komplett in Ihrer Verantwortung und muss dementsprechend verwaltet und betreut werden. Bei gemieteten RZ-Ressourcen ist der Verwaltungspart der Workloads nach wie vor bei Ihnen. -
Besitz der Infrastruktur-Umgebung
In der Public Cloud teilen sich mehrere Kunden die gleiche physische Infrastruktur, die dabei allerdings die einzelnen Kundenumgebungen logisch voneinander abtrennt. Dabei ist Ihre Cloud-Umgebung vollkommen abgesichert und niemand außer Ihnen erhält Zugriff auf die abgespeicherten Daten. Das eigene Rechenzentrum hingegen bzw. Ihre Server-Landschaft befindet sich dank zahlreicher Investitionen in Ihrem Besitz und ausschließlich Ihre Mitarbeiter greifen auf die Ressourcen zu. -
Investitionen für zukünftige Workloads
In der Public Cloud haben Sie keine Investitionen sollte Ihre Workload Menge ansteigen. Sobald Ihr Rechenzentrum ausgelastet ist und weitere Workloads eingerichtet werden sollen, werden hier Investitionen fällig. -
Kosten für Workload-Betrieb
Ihre Public Cloud Umgebung wird mit dem Pay-Per-Use Prinzip abgerechnet. Das bedeutet, Sie zahlen nur das, was Sie tatsächlich am Ende eines Monats verbraucht haben. Die (Microsoft) Workloads, die Sie auf der jeweiligen Cloud Plattform betreiben, werden nach verschiedenen Parametern abgerechnet und können nicht pauschal bepreist werden. Im Rechenzentrum hingegen werden die Workloads nach Festpreis abgerechnet. -
Sicherheit Ihrer Microsoft Workloads
Entscheiden Sie sich für die Public Cloud, können Sie auf die Sicherheit, die durch den Anbieter gewährleistet wird, bauen. Im Falle von AWS gibt es mehr als 230 Services, die sich nur auf die Sicherheit Ihrer Microsoft Workloads beziehen. Im Rechenzentrum liegt das Sicherheitsthema wie bei allen IT-Services, die Sie betreiben, bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern. -
Skalierbarkeit Ihrer Workloads
Eine der Kerneigenschaften der Public Cloud ist die Skalierbarkeit. Innerhalb weniger Minuten können die benötigten Ressourcen für den Betrieb Ihrer Workloads zu- oder abgebucht werden. Damit erhalten Sie die volle Flexibilität. Im Rechenzentrum bleibt diese Flexibilität oftmals auf der Strecke, einmal in Server investiert oder die gewählten Ressourcen im externen RZ ausgewählt, stehen Ihnen diese für eine Laufzeit von circa 3-5 Jahren zur Verfügung. Hochskalieren funktioniert dann nur noch mit einem zusätzlichen Investment.
Optimierungspotenziale für Ihre Workloads: Leistung & Kosten checken
Nicht jeder Workload ist automatisch am besten für die Public Cloud geeignet. Die beiden marktführenden Anbieter – laut dem Gartner Magic Quadrant für Cloud-Infrastruktur- und Plattformdienste 2021 – Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure, liefern sich bei Workloads einen harten Wettbewerb.
Laut einem IDC-Bericht aus dem Jahr 2019 bietet die Cloud-Plattform von Amazon Web Services (AWS) die doppelte Performance für SQL Server und ist mit doppelt so vielen Verfügbarkeitszonen – insgesamt 77 Zonen in 24 Regionen – weltweit präsenter als der nächste große Cloud-Anbieter Microsoft Azure. Mit einem Serverstandort in Frankfurt am Main haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, Ihre Workloads DSGVO-konform zu betreiben oder einen der 230 Dienste zu nutzen, die eine hochwertige Datenverschlüsselung bieten.
Nicht jeder Workload-Typ lässt sich gleichermaßen gut in Cloud-Umgebungen integrieren. Der entscheidende Faktor sind die Anforderungen: Einige Workloads erbringen entweder On-Premise oder in einer virtualisierten Cloud-Umgebung eine bessere Leistung. Ein gutes Beispiel sind Workloads, die große Datenmengen in kurzer Zeit speichern, verarbeiten oder abrufen müssen und eine enorme Netzwerkbandbreite benötigen. Diese sind prädestiniert für dedizierte Umgebungen. Auch Workloads mit hohen Anforderungen an kürzestmögliche Antwortzeiten sind für verteilte Computing-Umgebungen oft ungeeignet.
Bei der Wahl des Standorts für den Workload-Betrieb ist es wichtig, sowohl die erforderliche Leistung als auch die anfallenden Kosten zu berücksichtigen.
Um potenzielle Optimierungsmöglichkeiten für die Migration Ihrer Workloads in die Cloud aufzudecken, empfehlen Experten ein Cloud-Assessment. Diese Bewertung umfasst nicht nur eine Kostenprüfung durch eine umfassende Analyse, sondern evaluiert auch, welche Dienste notwendig sind und in welcher Umgebung diese aus Kostensicht am effizientesten bereitgestellt werden können.